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Der Unternehmer

Energie sparen:
Zum IHK-Jahresthema 2012 sprach Die Wirtschaft mit Arndt Schäfer,
Mitglied des Lenkungskreises und Sprecher der Task Force 

des Forums Innovation Die Wirtschaft 2/2012

"Energie zu sparen, ist einfacher, als viele denken. Viele Einsparpotenziale liegen nahe: sich aktiv zu informieren, darüber zu sprechen, sich regional zu verknüpfen, hilft beim Handeln." 

In diesen zwei Sätzen kommt alles zum Ausdruck, was Arndt Schäfer über das Thema denkt – und konsequent unternimmt. Nämliche eine ganze Menge. Der Unternehmer ist Inhaber der Arndt Schäfer Chemie und Umwelt GmbH, kurz ASCEM, in Windeck-Schladern. Das Unternehmen produziert vor allem Salzkerne für Gussteile. Diese kommen zum Beispiel in Automobilgießereien oder in der Halbzeugindustrie als Platzhalter für Hohlräume oder Kühlkanäle zum Einsatz. Seine Produkte stellt Schäfer in einer Halle mit einer Fläche von 8.900 Quadratmetern und zwölf Meter Höhe her. Die Halle und die Büros werden beheizt und beleuchtet, bei der Produktion kommt Druckluft zum Einsatz.

Nach einer ersten Energieberatung, die von der KfW gefördert wurde,  war Schäfer erstaunt darüber, "mit welch geringem Aufwand wir Energie einsparen können". Das Beratungsunternehmen hatte eine energetische Bewertung seines Gebäudes vorgenommen und führte in seinem Bericht  eine Reihe von Einsparpotenzialen in der Produktion, bei  der Beleuchtung und Heizung auf. So benötigt ASCEM in der Produktion Druckluft für die Reinigung des Staubfilters. Bisher arbeitete die Anlage mit einem Druck von acht Bar, danach wurde der Arbeitsdruck auf sechs Bar heruntergefahren. Spareffekt: zwölf Prozent weniger Energie. Leuchtstofflampen mit der Stärke T8 tauschte Schäfer gegen T5-Lampen aus. Erfolg: 40 Prozent weniger Stromkosten für Beleuchtung.

Neben seinem Engagement für innerbetriebliche Energieeinsparungen arbeitet Schäfer auch im Netzwerk des Forums Innovation der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg. Dort kam auch die Idee einer Taskforce Energie-Hub in der Region Windeck auf. Die Idee beschreibt Schäfer: „Im 19. Jahrhundert wurde hier in Schladern eines der ersten Wasserkraftwerke gebaut, um die Region mit Strom zu versorgen“. Mit dem Energie-Hub will er die Idee der Versorgung vor Ort wieder aufgreifen. Dazu plant Schäfer kleine Blockheizkraftwerke nach Bedarf zu installieren. Der Strom und  das anfallende Warmwasser können die Gemeinde und Unternehmen nutzen. Ebenso wie den Strom aus der bereits installierten Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 520 Kilowatt peak auf dem Hallendach. Zudem hat der Unternehmer eine weitere Vision. Zurzeit führt er Gespräche mit der Gemeinde über ein örtliches Wärmenetz. Das will er in der Rechtsform einer Genossenschaft auf die Beine stellen. Betrieben werden soll es mit Ressourcen aus der Region, also zum Beispiel mit Holz aus den Wäldern. Schäfer: „Damit halten wir die Wertschöpfung in der Region“.

 
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